CDU Uplengen fragt – Torsten Stephan antwortet
Interview zur Bürgermeisterwahl 2026
Auf unserer Mitgliederversammlung am 4. November 2025 haben wir uns intensiv mit der bevorstehenden Bürgermeisterwahl auseinandergesetzt. Die Mitglieder haben sich dabei mehrheitlich für die Unterstützung von Torsten Stephans unabhängiger Kandidatur ausgesprochen. In den darauffolgenden Wochen wurden die Gespräche fortgeführt und vertieft. Auf dieser Grundlage haben der CDU-Vorstand und die Ratsfraktion die Unterstützung anschließend einstimmig bestätigt – ein starkes Zeichen des Vertrauens und der Geschlossenheit. Wir danken Torsten für das offene Gespräch, für den Austausch und für das Vertrauen, mit dem er auf uns zugegangen ist. In diesem Interview möchten wir unseren Mitgliedern, Freunden und allen Interessierten die Möglichkeit geben, Torsten Stephan näher kennenzulernen – persönlich, unabhängig und mit der Verbundenheit, die wir in den letzten Wochen gespürt haben.

CDU Uplengen: Torsten, du kandidierst für das Amt des Bürgermeisters. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?
Torsten Stephan: Diese Entscheidung ist über längere Zeit gereift. Viele Menschen aus Uplengen und aus meinem privaten Umfeld haben mich ermutigt, diesen Weg zu gehen. Das hat mich sehr bewegt. Ich habe mich gefragt: Wo kann ich mit meiner Erfahrung und meiner Art, Menschen einzubinden, am meisten bewegen? In dieser Abwägung wurde deutlich: Jetzt ist der richtige Moment, Verantwortung zu übernehmen – für eine Gemeinde, die mir sehr am Herzen liegt.
CDU Uplengen: In deiner Vorstellung bei der Mitgliederversammlung hast du ein Bild verwendet – die Klaviatur. Kannst du das noch einmal erläutern?
Torsten Stephan: Gern. Der Gedanke entstand bei einem Moment zu Hause, als ich meiner jüngsten Tochter beim Klavier spielen zugehört habe: erst einzelne Töne, ein Zögern, ein neuer Ansatz – und schließlich entstand eine Melodie. Mir wurde bewusst, wie gut dieses Bild zu einer Gemeinde passt: Uplengen ist wie eine Klaviatur. Jede Taste steht für einen Teil unseres Miteinanders – für Vereine, Feuerwehr, Familien, Senioren, Betriebe, Schulen, das Ehrenamt und unsere Dörfer. Jede Taste klingt anders, hat ihre eigene Kraft und Bedeutung. Gute Gemeindearbeit heißt für mich, diese unterschiedlichen Klänge wahrzunehmen und so miteinander zu verbinden, dass daraus ein harmonisches Ganzes entsteht. Dieses Bild beschreibt sehr genau meinen Ansatz: zuhören, verbinden und gemeinsam gestalten.
CDU Uplengen: Wie hast du die Unterstützung der CDU erlebt – erst mehrheitlich in der Mitgleiderversammlung, dann einstimmig durch Vorstand und Ratsfraktion?
Torsten Stephan: Für mich war das ein besonderes Signal. Die mehrheitliche Entscheidung der Mitgliederversammlung hat gezeigt, dass viele in der CDU mir diesen Schritt zutrauen. Dass anschließend Vorstand und Ratsfraktion ihre Unterstützung einstimmig ausgesprochen haben, hat mich zusätzlich gefreut. Es zeigt Geschlossenheit, Klarheit und Vertrauen – und es verpflichtet mich auch. Ich sehe darin den Auftrag, meine unabhängige Haltung und meinen Stil der Zusammenarbeit in eine mögliche Amtszeit mitzunehmen: ruhig, klar und respektvoll.
CDU Uplengen: Du trittst als unabhängiger Kandidat an. Wie passt das mit einer parteilichen Unterstützung zusammen?
Torsten Stephan: Sehr gut. Unabhängigkeit bedeutet für mich, Bürgermeister für alle Menschen in Uplengen zu sein. Entscheidungen sollen nachvollziehbar und fair sein – und nicht von Parteitaktik abhängig. Die Unterstützung durch die CDU basiert nicht auf Parteiorientierung, sondern auf gemeinsamen Grundhaltungen: Verlässlichkeit, Verantwortung, Respekt gegenüber dem Ehrenamt und ein klares Miteinander in unserer Gemeinde. Gleichzeitig ist mir wichtig, mit allen demokratischen Kräften konstruktiv zusammenzuarbeiten. Dafür stehen meine Türen offen. Mein Grundsatz ist: Wenn eine Idee gut für Uplengen ist – dann machen wir sie.
CDU Uplengen: Die CDU-Mitglieder schätzen deine langjährige Arbeit in der Verwaltung. Was bringst du beruflich und persönlich mit?
Torsten Stephan: Seit 2011 arbeite ich in der Gemeindeverwaltung und habe viele unterschiedliche Themen begleitet – vom Nachmittagsmarkt über die neue Sportanlage an der Höststraße bis hin zu Energie- und Klimaschutzprojekten, touristischen Angeboten und zahlreichen Anliegen aus den Ortsteilen. Diese Vielfalt hat mir einen umfassenden Einblick in unsere Gemeinde gegeben: in Strukturen, Herausforderungen und Chancen. Nach meiner Zeit bei der Bundeswehr habe ich an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Hof studiert und dort den Abschluss als Diplomverwaltungswirt (FH) erworben. Die anschließenden Jahre in der Verwaltungspraxis der Stadt München haben meinen Blick erweitert – fachlich, organisatorisch und menschlich. Auch meine Zeit als Offizier und Reserveoffizier prägt mich bis heute: Verantwortung übernehmen, klar kommunizieren, ruhig bleiben und im Team handeln. Privat leben meine Familie und ich in Zwischenbergen, im Großelternhaus meiner Frau. Die Entscheidung dorthin zu ziehen, war ganz bewusst: Wir wollten unseren Lebensmittelpunkt an einem Ort haben, an dem man sich kennt. Wir fühlen uns dort sehr wohl. Meine älteste Tochter lebt und arbeitet inzwischen im süddeutschen Raum, die beiden jüngeren besuchen die Schule. Meine Frau arbeitet in leitender Position in der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Und ganz persönlich: Ich koche leidenschaftlich gern – oft draußen, mit dem Dutch Oven oder am Grill – und ich reise gern. Diese Begegnungen, Gespräche und Eindrücke sind für mich Inspiration. Sie erden, sie verbinden und erinnern mich daran, worauf es im Miteinander ankommt.
CDU Uplengen: Was dürfen CDU-Mitglieder und Unterstützer von dir erwarten?
Torsten Stephan: Sie dürfen erwarten, dass ich verlässlich handle: Entscheidungen gut vorbereite, sorgfältig abwäge und klar kommuniziere. Sie dürfen erwarten, dass ich offen und ehrlich bin – auch dann, wenn Entscheidungen schwerfallen. Und sie dürfen erwarten, dass ich ein Miteinander lebe, das die Menschen einbezieht – nicht nur formal, sondern im täglichen Arbeiten. Mir geht es darum, zuzuhören, präsent zu sein, Anliegen ernst zu nehmen und Lösungen gemeinsam zu entwickeln. Ein Bürgermeister sollte Orientierung geben – durch Haltung, durch Ruhe und durch das Vertrauen, das im Umgang miteinander entsteht.
CDU Uplengen: Zum Schluss: Was möchtest du unseren Mitgliedern mitgeben?Torsten Stephan: Ich freue mich über den Weg, den wir gemeinsam gehen. Die CDU hat in der Vergangenheit viel Verantwortung übernommen und unsere Gemeinde geprägt. Ich möchte an diese Tradition anknüpfen: Stabilität sichern, Verantwortung übernehmen und mit den Menschen gemeinsam gestalten. Uplengen ist stark, weil wir zusammenstehen. Und genau so möchte ich arbeiten – ruhig, verbindend und klar ausgerichtet auf das, was unserer Gemeinde guttut.