Neufirrel. Unter dem Leitgedanken “Organspende – Freiwillige Nächstenliebe oder gesellschaftliche Pflicht?“ hatte die CDU jetzt zu ihrem 3. Uplengener Dialog nach Neufirrel in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Vor mehr als 30 Personen haben die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (Befürworterin der doppelten Widerspruchslösung) und Pastor i. R. Gottfried Mahlke (Fürsprecher der Entscheidungslösung) mit klaren Argumenten und aus persönlichen Erlebnissen ihren jeweiligen Standpunkt leidenschaftlich dargestellt.

v.l.n.r.: Pastor i.R. Gottfried Mahlke, Matthias Caspers (1. Vorsitzender CDU-Uplengen), Gitta Connemann (MdB)

Bei allem Ringen um den besseren Weg zur Erhöhung der Organspenden, appellierten beide gemeinsam dafür, dass jeder Bürger mit Hilfe eines Organspendeausweises für sich selbst bestimme, entweder Organspender zu sein oder kein Organspender zu sein. Denn diese wichtige Entscheidung sollte bei Bedarf nicht von den Angehörigen im emotionalen Ausnahmezustand getroffen werden müssen.

Der kritische Austausch, unter Einbeziehung der Gäste, machte aber auch deutlich, dass die meisten Menschen in unserer Gesellschaft den Tod und das Sterben noch immer mit allen Mitteln verdrängen. Dass bei der Organspende die Angst und Trägheit der Menschen größer ist als ihr Wille zu helfen. „Es war eine gewinnbringende Veranstaltung, zu einem zentralen Thema und mit kompetenten Gastrednern, die ein noch größeres Publikum verdient gehabt hätte. Auf jeden Fall wird es nicht die letzte Aktivität zum Thema Organspende sein“, so der Gemeindeverbandsvorsitzende der CDU Uplengen, Matthias Caspers.